Vorfrühling Gedichte

FRÜHLINGSGEDICHTE


Eichendorff
Goethe
Mörike


zum Geburtstag





Schöne Gedichte, die von der Vorfrühlingszeit erzählen, vom Hoffen und
Erwachen, sowie Links-, Bücher- und Geschenk-Tipps.

Er kommt

Wenn der Mörike von seinem blauen Band spricht,
Richtet sich das Gras auf.
Der Himmel verspricht,
Und die Geduld atmet auf.

- © Monika Minder -

> zum Gedicht Mörikes blaues Band


Blumenbild mit Spruch über den Vorfrühling

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails)
gratis genutzt werden. > Nutzungsbedingungen.




Weitere Vorfrühlingsgedichte
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Balde


Reste noch von Schnee,
Die Luft steht grau in grau.
Der kalte Wind sich balde dreht.
Hoffnung liebt sich blau.

- © Monika Minder -




Im Frühling

Im Frühling summt der Wind
Das weiss doch jedes Kind
Das Gras wird grün
Die Blumen bunt
Und wenn dann noch das Bienchen brummt
Dann wird die Welt ganz kunterbunt.

- © Monika Minder -




Februar

Wasser tropft von den Dächern
Strassen glänzen
Letzte Schneereste
Fenster blenden.

Nackte Bäume auf weitem Land
Sonne und Glück
Nasser Schnee in einer Kinderhand
Die Vögel sind sicher bald zurück.

- © Monika Minder -





Weitere Gedichte zum Vorfrühling
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Vorfrühling


Da draussen rauscht der Regen,
Der Wind braust überm Land;
Doch leise webt den Segen
Des neuen Lenzes Hand.

Sie lockt aus Strauch und Bäumen
Der Knospen grünen Schein,
Sie schmückt mit lichten Säumen
Der Wälder düstre Reih'n.

Sie webt schon an dem Kleide
Der stillen Erdenbraut,
Die bald zu aller Freude
Dem Frühling wird getraut.

Mag jetzt der Sturm nur tosen,
Er knickt die Hoffnung nicht.
Bald winken uns die Rosen
Und blüh'n Vergissmeinnicht.

- Emerenz Meier 1874-1928, deutsche Schriftstellerin -




Vorfrühling

Weiche Frühlingswinde wehn
Um die Winterwende,
Die mir um die Wangen gehn,
Warm wie Mädchenhände.

Kleine Blumen blau und braun
Blühn schon an den Gassen,
Wie zwei Augen anzuschaun,
Die mich nie verlassen.

Bald, wie bald und heiss erblüht
Auch die Ros' im Hage,
Rot als wie die Liebe glüht
Die ich heimlich trage ...

- Georg Palma Busse 1876-1915, deutscher Schriftsteller -


> mehr Frühlingsgedichte





Lenzerfüllung

Sieh, das fahle Grau am Horizonte
Wird sich bald mit starken Wäldern krönen,
Und der Hügel dort, der stillbesonnte,
Ist schon hellgestirnt mit Tausendschönen.

In den Lüften spielts wie weiche Geigen,
Und die Winde wehen frohe Takte;
Eine Eiche wiegt sich stolz im Reigen,
Knospenschleier hüllt die göttlich nackte ...

Siehst du, wie die Quellen tanzend springen?
Die da lagen in kristallnen Ketten?
Wie sie sich hinaus zu Strömen ringen.
Und ins Freie, Uferlose retten?

Siehst du nicht die tausendschönen Auen?
Fühlst du nicht den großen Lebenswillen
Wie aus unsichtbaren Schalen tauen.
Und empor aus Erdengründen quillen?

Alle, alle goldnen Lebenstriebe
Massen am Erfüllungstage reifen;
Und aus Herzensengen muß die Liebe
Wachsend in die frohe Weite schweifen.

Lass dich lächelnd von dem Frühling führen,
Gib die Seele frei an seine Sonne!
Offen findst du meines Herzens Türen,
Wo du bergen kannst die Knospenwonne ...

- Alberta von Puttkamer 1849-1923, deutsche Dichterin -




Vorfrühling

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Er hat sich gewiegt,
Wo Weinen war,
Und hat sich geschmiegt
In zerrüttetes Haar.

Er schüttelte nieder
Akazienblüten
Und kühlte die Glieder,
Die atmend glühten.

Lippen im Lachen
Hat er berührt,
Die weichen und wachen
Fluren durchspürt.

Er glitt durch die Flöte
Als schluchzender Schrei,
An dämmernder Röte
Flog er vorbei.

Er flog mit Schweigen
Durch flüsternde Zimmer
Und löschte im Neigen
Der Ampel Schimmer.

Es läuft der Frühlingswind
Durch kahle Alleen,
Seltsame Dinge sind
In seinem Wehn.

Durch die glatten
Kahlen Alleen
Treibt sein Wehn
Blasse Schatten.

Und den Duft,
Den er gebracht,
Von wo er gekommen
Seit gestern nacht.

- Hugo von Hofmannsthal 1874-1929, österreichischer Schriftsteller -




Vorfrühling

Vorfrühling seufzt in weiter Nacht,
dass mir das Herze brechen will;
die Lande ruhn so menschenstill,
nur ich bin aufgewacht.

Oh horch, nun bricht des Eises Wall
auf allen Strömen, allen Seen;
mir ist, ich müsste mit vergehn
und, Woge, wieder auferstehn
zu neuem Klippenfall.

Die Lande ruhn so menschenstill;
nur hier und dort ist wer erwacht,
und seine Seele weint und lacht,
wie es der Tauwind will.

- Christian Morgenstern 1871-1914, deutscher Dichter, Schrifsteller -




Sehnsuchtsgedanke

Mächtig zieht ein Frühlingssehnen
durch das traumestrunkne Tal -
wenn des Mondes milder Strahl
glitzert in des Taues Tränen ....

Unweit - dort im Laubengange -
lispelt leis ein Frühlingshauch,
so dass eine Träne auch
perlet über meine Wange.

Mächtig zieht ein Frühlingssehnen
durch mein Herz mit einem Mal -
wenn des Mondes milder Strahl
glitzert in des Taues Tränen.

- Rainer Maria Rilke 1875-1926, deutsch-österreichischer Dichter -




Mörikes blaues Band
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Er ist's


Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süsse, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
— Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab' ich vernommen!

- Eduard Mörike 1804-1875, deutscher Lyriker -





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Schöne Liebesgedichte, die von Schmerz, Abschied und
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Arbeitsblätter und Materialien für
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