Mai Gedichte

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Schöne Frühlingsgedichte, die vom Mai erzählen. Klassische, moderne, kurze, lustige... für Kinder und Erwachsene, sowie Bilder Sprüche.

Wenn die Blumen Junge kriegen

Wenn die Blumen Junge kriegen,
liegt das bestimmt am Mai.
Es fliegen jetzt die Engagierten
mit viel Süsse herbei.

Tagtäglich wird der Himmel heller,
das liegt bestimmt am Maien.
Sogar das Gras wächst schneller.

(© Monika Minder)

Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude.

(Friedrich Hebbel, 1813-1863)

Mailust

Die weissen Bäume leuchten
Fröhlich zwitschert's in den Zweigen
Ab und zu ein Regenfeuchten
Kinder tanzen Reigen.

Bienchen fliegen aus
Es duftet süss daher
Ob rund, ob glatt, ob kraus
Geliebtes Blütenmeer!

(© Monika Minder)

Gib mir Jugend, Sangeswonne, himmlischer Gebilde Schau, stärk mir den Blick zur Sonne, süsser, frischer Maientau!

(Ludwig Uhland, 1787-1862)

Es war einmal im Mai

Es war einmal im Mai
ein Maikenkäfer ganz allein.
Er sass auf einem kleinen Blümlein,
da kam vorbei ein schönes Fröilein.
Es sagte lieb "Hallo du kleiner Träumer,
wie geht es dir denn heute?"
Der Maienkäfer war entzückt
vor so viel schönem Glück.
"Ich bin der Käfer Jo-Jo-Jonathan
und bin gerade sehr sehr angetan."

(© Monika Minder)

Die Poesie ist der Schmetterling auf der Blume der Welt.

(Wolfgang Menzel, 1798-1873)

Der Frühling weiss es

Weiss wie Schnee
leuchten die Blüten der Kirschbäume.
Nichts ist mehr leer -
nur grosses Erfreuen.

Falter flattern lieblich umher,
Blumen wiegen am Weg.
Verflogen ist, was gestern noch schwer.
Der Frühling zeigt, wie Leben geht.

(© Monika Minder)


Gänseblümchen mit grünem Hintergrund

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails) gratis genutzt werden. > Nutzung Bilder


Bild Text

Wo es blüht, hat die Sehnsucht ein Ende.

(© Monika Minder)

Der Mai kommt

Eins, zwei, drei,
sagt Frau Mai.
Das Gartenwerkzeug herbei,
er kommt, der Mai.

(© Monika Minder)

Vom Küssen

War ich gar so jung und dumm,
Wollte gerne wissen:
"Warum ist mein Mund so rot?"
Sprach der Mai:
"Zum Küssen."

Hab ich fragen müssen:
"Warum ist mein Mund so blass?"
Sprach der Herbst:
"Vom Küssen."

(Anna Ritter 1865-1921, deutsche Dichterin, Schriftstellerin)


Gänseblümchen mit grünem Hintergrund

© Bild Monika Minder, kann für private Zwecke (Karten, Mails) gratis genutzt werden.


Bild Text

Wenn wir der Liebe den ersten Platz einräumen,
füllt sich nicht nur unser Herz, sondern das der Welt.

(© Monika Minder)







Bekannte und klassische Mai Gedichte
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Es stand ein junger Blütenbaum


Es stand ein junger Blütenbaum
Umspielt vom lauen Weste,
Der träumte süssen Morgentraum,
Und wiegte seine Äste!

Wir träumten wunderholden Traum
Im morgenklaren Maien,
Belauscht, umrauscht vom Blütenbaum,
Zu zweien dort, zu zweien!

Er stand im Morgensonnenglanz
Und wiegte seine Äste,
Da fiel ein reicher Blütenkranz
Verweht vom lauen Weste!

Da fiel uns reicher Blütenschnee
Auf Brust und Stirn und Locken,
In Sonnennäh', in Sonnenhöh',
Umtönt von Morgenglocken!

Gegrüsst! gegrüsst! Lenzsonnenglanz,
Im morgenklaren Maien.
Du traumumperlter Blütenkranz,
Gegrüsst! gegrüsst zu zweien!

- Amanda Ullmann 1860-1895, deutsche Dichterin -




Im Frühling

Ich traf dich jüngst auf sonn'gem Wege,
önsten, klarsten Maientag,
Und mir erschien, dass auf dem Stege
ühlingsodem lag,
Es war ein Duften und ein Zittern,
üh'n,
Als stünd' nach labenden Gewittern
ün.
Und mit geheimnisvollen Banden
üpfte Liebe rings die Welt;
Was Wunder, wenn auch wir uns fanden,


- Freiin Hermance Potier 1863-?, österreichische Dichterin -




Maiensegen

Nun ruht in weissen Schleiern
die See, umspielt vom West,
und Himmel und Erde feiern
das grosse Liebesfest.
Da strömt in rinnendem Regen
hernieder Kuss auf Kuss,
der rings zu Frucht und Segen,
zur Blüte werden muss.

So ruht in weissen Schleiern
mein Herz in deiner Brust,
und unsere Seelen feiern
die ewige Hochzeitslust.
Da strömt wie rinnender Regen
dein Kuss auf meinen Leib,
dass er zum Maiensegen
werde deinem Weib . . .

Ein Duften reifer Tage
um unsere Stirnen weht,
da wieder die singende Sage
durch flimmernde Fluren geht:
- dass kein Leid mehr bliebe,
wenn über der grünen Welt
die junge Frühlingsliebe
die flatternde Fahne hält!

- Clara Müller-Jahnke 1860-1905, deutsche Dichterin -




König Mai

Als Bote eilt der März herbei
Und bringt der Erde frohe Kunde,
Dass sie erwählt vom Bräut'gam sei
Als Braut zu süssem Liebesbunde
Und laut erklärt er in der Runde:
Der Bräutigam, das ist der Mai,
Der schöne Mai.

Da er die Kunde ihr gebracht,
Der Erde Freudentränen rinnen
Auf ihre ernste Jungfrautracht
Von glattgelegtem weissem Linnen;
Sie weiss nicht, was sie soll beginnen,
Denn wohlbekannt ist ihr der Mai,
Der schöne Mai.

Bald ist sie tiefbewegt, bald still,
Weiss nicht, was sie soll tun und lassen,
So wechselnd endet der April.
Nun muss sie in Geduld sich fassen,
Denn zwischen Lieb' und zwischen Hassen
Träumt ahnend doch sie nur vom Mai,
Vom schönen Mai.

Der aber kommt mit einem Mal
Ganz unerwartet angezogen
Und über'n Berg und durch das Tal
Ist sein Gefolge mitgeflogen:
Ein Zirpen, Girren, Schwirren, Wogen,
Ein Jauchzen kündigt an den Mai,
Den schönen Mai.

Wie wird der Braut so wohl und bang,
Sie fühlt ihr Herz an seinem Hangen,
Sein Hauch ist Duft, sein Wort Gesang,
Es glüh'n von Rosen seine Wangen,
Sie ruht von seinem Arm umfangen
Und jauchzt: O lieber, lieber Mai,
O schöner Mai!

- Adolf Glaser 1829-1915, deutscher Schriftsteller -




Der goldne Mai

Giesse Deine Blütenschale,
Frühling, über Berg und Tal,
Lade uns zum Göttermahle!
Endlos war die Winterqual:
Da, mit flammendem Pokale
Tritt der Holde in den Saal.

Wie ein junger Zaubrer steht er
Aufgeschürzt und angetan:
Ihm zu Haupte klarer Äther,
Ihm zu Füssen Wiesenplan,
Und auf Blumensohlen geht er
Lächelnd seine goldne Bahn.

Winkend mit dem Rosenfinger
Schwebt er hin am Himmelszelt,
Überall wird er Bezwinger,
Und die Freudenträne fällt;
Denn er wird der Wiederbringer
Der ersehnten Blütenwelt.

Löst den Westen ihren Zügel -
Über Hütten, Meer und Land
Schwärmen sie mit seidnem Flügel
Weiter bis zum fernsten Strand,
Und umweben alle Hügel
Neu mit Gras und Blumenrand.

Wilde Buben werden innig
Und es wogt in ihrer Brust,
Holde Mädchen werden sinnig,
Seufzer quellen unbewusst,
Die Natur ist reizend minnig,
Alt und Jung voll Glück und Lust!

- Julius Bercht 1811-1887, deutscher Dichter -




Mai

Leichte Silberwolken schweben
Durch die erst erwärmten Lüfte,
Mild, von Schimmer sanft umgeben,
Blickt die Sonne durch die Düfte.
Leise wallt und drängt die Welle
Sich am reichen Ufer hin,
Und wie reingewaschen helle,
Schwankend hin und her und hin,
Spiegelt sich das junge Grün.

Still ist Luft und Lüftchen stille;
Was bewegt mir das Gezweige?
Schwüle Liebe dieser Fülle,
Von den Bäumen durchs Gesträuche.
Nun der Blick auf einmal helle,
Sieh! der Bübchen Flatterschar,
Das bewegt und regt so schnelle,
Wie der Morgen sie gebar,
Flügelhaft sich Paar und Paar.

Fangen an, das Dach zu flechten-
Wer bedürfte dieser Hütte?-
Und wie Zimmrer, die gerechten,
Bank und Tischchen in der Mitte!

Und so bin ich noch verwundert,
Sonne sinkt, ich fühl es kaum;
Und nun führen aber hundert
Mir das Liebchen in den Raum,
Tag und Abend, welch ein Traum!

- Johann Wolfgang von Goethe 1749-1832, deutscher Dichter -


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Mailied

Feier der Lebenden und der Todten

Wonne schwebet,
Lächelt überall;
Schwebt am lichtbegrünten Hügel,
Lächelt aus der Fluthen Spiegel.
Wonne schwebet,
Lächelt überall!

Liebe waltet,
Wirket überall;
In des Haines kühlem Raume,
In dem weissen Blüthenraume.
Liebe waltet,
Wirket überall!

Unschuld wallet,
Unsichtbar doch nah'!
Wallt auf hohem Buchenwipfel,
Weilt im Nestchen unterm Gipfel.
Unschuld wallet,
Unsichtbar doch nah'!

Freude tönet,
Jauchzet fern und nah'!
Auf dem dichtbeblümten Rasen
Hüpfen Kindlein, Lämmer grasen.
Freude tönet,
Jauchzet fern und nah'!

Auf! und windet
Kränze, Mägdelein!
Unschuld, Wonn' und Liebe walten!
Seht die Blümlein sich entfalten!
Auf! und windet
Kränze, Mägdelein!

Hüpfend schwinget
Euch im Maientanz!
Horch! der Kukuk, fern am Weiher,
Ruft dem Sommer! Frühlingsfeier
Währt - ach! währet
Wie der Blüthenkranz!

Wehmut dämmert
Tief im Blumenkelch!
Seht sie in des Thaues Perlen!
Hört sie klagen unter Erlen!
Wehmut dämmert
Tief im Blumenkelch!

Töne leiser,
Sanfter Freuden Chor!
Geister schweben in den Lüften -
Geister wallen mit den Düften -
Töne leiser,
Sanfter Freuden Chor!

Frühling blühet
Auf der Todtengruft!
Nur dem Tod' entkeimt das Leben.
Seht die Schmetterlinge schweben!
Hoffnung waltet
Ob der Todtengruft!

- Frederike Brun 1765-1835, deutsche Dichterin -




Wie sollten wir geheim sie halten

Wie sollten wir geheim sie halten,
Die Seligkeit, die uns erfüllt?
Nein, bis in seine tiefsten Falten
Sei Allen unser Herz enthüllt!

Wenn Zwei in Liebe sich gefunden,
Geht Jubel hin durch die Natur,
In längern wonnevollen Stunden
Legt sich der Tag auf Wald und Flur.

Selbst aus der Eiche morschem Stamme,
Die ein Jahrtausend überlebt,
Steigt neu des Wipfels grüne Flamme
Und rauscht, von Jugendluft durchbebt.

Zu höherm Glanz und Dufte brechen
Die Knospen auf beim Glück der Zwei,
Und süsser rauscht es in den Bächen,
Und reicher blüht und glänzt der Mai.

- Adolf Friedrich von Schack 1815-1894, deutscher Dichter -




Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.
Da bleibe wer Lust hat, mit Sorgen zu Haus.
Wie die Wolken dort wandern am himmlischen Zelt,
so steht auch mir der Sinn in die Weite, weite Welt.

Herr Vater, Frau Mutter, dass Gott euch behüt´!
Wer weiss, wo in der Ferne mein Glück mir noch blüht.
Es gibt so manche Strasse, da nimmer ich marschiert;
es gibt so manchen Wein, den nimmer ich probiert.

Frisch auf drum, frisch auf im hellen Sonnenstrahl,
wohl über die Berge, wohl durch das tiefe Tal!
Die Quellen erklingen, die Bäume rauschen all-
mein Herz ist wie ´ne Lerche und stimmet ein mit Schall.

Und abends im Städtchen, da kehr´ ich durstig ein:
Herr Wirt, mein Herr Wirt, eine Kanne blanken Wein!
Ergreife die Fiedel, du lustiger Spielmann du,
von meinem Schatz das Liedel, das sing´ ich dazu.

Und find ich keine Herberg´, so lieg´ ich zur Nacht
wohl unter blauem Himmel, die Sterne halten Wacht.
Im Winde, die Linde, die rauscht mich ein gemach,
es küsset in der Früh´ das Morgenrot mich wach.

O Wandern, o wandern, du freie Burschenlust!
Da wehet Gottes Odem so frisch in der Brust;
da singet und jauchzet das Herz zum Himmelszelt:
Wie bist du doch so schön, o du weite, weite Welt!

- Emanuel Geibel 1815-1884, deutscher Lyriker -




Der erste Mai

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Denn ersten Tag im Monat Mai,
Dass dir mein Herz ergeben sein,
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tage im Mai Für mich
der glücklichste von allen.

- Friedrich Hagedorn 1708-1754 -




Im wunderschönen Monat Mai

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Knospen sprangen,
Da ist in meinem Herzen
Die Liebe aufgegangen.

Im wunderschönen Monat Mai,
Als alle Vögel sangen,
Da hab ich ihr gestanden
Mein Sehnen und Verlangen.

- Heinrich Heine 1797-1856, deutscher Dichter -




Komm lieber Mai und mache

Komm,  lieber Mai,  und mache
Die Bäume wieder grün,
Und lass uns an dem Bache
Die kleinen Veilchen blüh'n!

Wie möchten wir so gerne
Ein Blümchen wieder seh'n,
Ach,  lieber Mai,  wie gerne
Einmal spazieren geh'n.

Zwar Wintertage haben
Wohl auch der Freuden viel,
Man kann im Schnee frisch traben
Und treibt manch Abendspiel.

Baut Häuserchen von Karten,
Spielt Blindekuh und Pfand,
Auch gibt's wohl Schlittenfahrten
Aufs liebe freie Land.

Doch wenn die Vöglein singen,
Und wir dann froh und flink
Auf grünem Rasen springen,
Das ist ein ander' Ding.

Jetzt muss mein Steckenpferdchen
Dort in dem Winkel steh'n;
Denn draußen in dem Gärtchen
Kann man vor Schmutz nicht geh'n.

Am meisten aber dauert
Mich Lottchens Herzeleid,
Das arme Mädchen lauert
Recht auf die Blumenzeit.

Umsonst hol ich ihr Spielchen
Zum Zeitvertreib herbei,
Sie sitzt in ihrem Stühlchen
Wie's Hühnchen auf dem Ei.

Ach,  wenn's doch erst gelinder
Und grüner draußen wär!
Komm,  lieber Mai,  wir Kinder,
Wir bitten gar zu sehr!

O komm und bring vor allem
Uns viele Veilchen mit,
Bring auch viel Nachtigallen
Und schöne Kuckucks mit.

- Christian Adolph Overbeck 1755-1821, deutscher Dichter -



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